Versagensängste gibt es nicht nur bei “normalen” Menschen, sondern auch bei denen, die wir heute gerne auf einen Sockel stellen, die wir heute für etwas besonderes halten. Menschen wie der große Physiker Isaac Newton und viele andere.

In einem Artikel der Zeit wurde darüber berichtet, dass zum Beispiel Isaac Newton, Vincent Van Gogh, Steve Jobs und viele andere Menschen die herausragendes geleistet haben unter Versagensängsten gelitten haben.

Tatsächlich ist das nicht ungewöhnlich – viele Menschen die es weit gebracht haben sind auch von ihrer Angst vor dem Versagen zu diesen Höchstleistungen angetrieben worden.

Die meisten Menschen haben gelernt sich auch über ihre Leistungen zu definieren. Ob das gut oder schlecht ist, das sei erstmal außen vorgestellt. Wichtiger ist im ersten Schritt, dies anzuerkennen.

Im nächsten Schritt geht es dann darum, sich selbst zu fragen: wie definiere ich eigentlich “Leistung”? Was ist für mich, in meinem Augen, mit meinem eigenen Wertgefüge, eigentlich eine Leistung? Ist eine Leistung nur etwas, das von der Gesellschaft als Leistung anerkannt wird, oder kann eine Leistung auch etwas sein, das ich selbst festgelegt habe?

Auch können wir uns fragen: Warum habe ich Angst vor dem Versagen? Wenn ich versage, was bedeutet das für mich? Welche Konsequenzen hat das für mein Leben?

Wir können nie auf ganzer Linie versagen, sondern immer nur in einem Teilbereich oder einer Aufgabe. Oftmals haben Versagensängste auch viel damit zu tun, wie wir glauben in den Augen anderer Menschen gesehen zu werden. Wir fürchten das Urteil, das ein anderer Mensch über uns fällen mag. Dies ist zum Beispiel oft zu sehen bei Menschen, die einen Vater hatten, der eine sehr hohe Erwartungshaltung an sein Kind gestellt hat.

Wenn wir erkennen, dass Versagensängste ein weitverbreitetes Phänomen sind, können wir gelassener damit umgehen.

{ 0 comments }

Eine der wertvollsten Fähigkeiten des menschlichen Geistes ist es sich zu konzentrieren. Ein konzentrierter Geist kann viel mehr erreichen als ein zerstreuter Geist. Es ist ein Unterschied wie eine Glühbirne und ein Laserstrahl.

Für Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen kann Konzentration sehr schwierig sein. Denn wenn sie sich auf eine Aufgabe konzentrieren, kommen ihnen Zweifel. Und diese Zweifel nagen nicht nur an ihrem Selbstwertgefühl – sondern auch an ihrer Konzentrationsfähigkeit.

Ein Beispiel:

Stellen Sie sich vor Sabine Mayer muss eine Veranstaltung planen. Es gilt viele Dinge zu koordinieren: Ton- und Lichttechnik Angebote müssen eingeholt und verglichen werden, für Catering will gesorgt sein, eine Location muss ausgewählt werden, und, und, und. Es ist eine sehr komplexe Aufgabe – doch sie lässt sich Schritt für Schritt erledigen.

Frau Mayer entschließt sich zuerst eine Location auszuwählen. Sie vergleicht verschiedene Veranstaltungsorte miteinander. Jeder Ort hat Vor- und Nachteile, und natürlich spielt auch Preis eine große Rolle. Noch dazu gibt es oft unterschiedliche Konditionen. Ein Veranstaltungsort bietet möglicherweise schon eigene Ton- und Lichttechnik an, ein anderer nicht.

Frau Mayer muss also viele verschiedene Fakten in ihrem Kopf behalten. Mit Daten und Nummern gedanklich jonglieren.

Was glauben Sie geschieht wenn Frau Mayer plötzlich denkt: “Du wirst langsam zu alt für dieses Zeug. Der ganze Kram wächst Dir über den Kopf.”

Natürlich – einerseits wirkt sich das auf Frau Mayers emotionalen Zustand aus. Doch nicht nur das: auch ihr Denkvermögen ist vermindert durch diesen Akt der Selbstsabotage.

“Wie viele Scheinwerfer haben Drumker Lichttechnik doch angeboten? Preislich ist das Angebot ähnlich dem der Kaiser Arena, allerdings kommen dann noch Kosten für Stromnutzung hinzu, und… ja, das alles wächst dir wirklich über den Kopf. Deine grauen Zellen sind doch eh schon eingerostet, du gehörst zum alten Eisen, Sabine…”

Das ist natürlich ein fiktives Beispiel.

Aber nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit. Denken Sie darüber nach: Gibt es in Ihrem eigenen Leben Situationen in denen Sie abgelenkt sind? Könnten Sie mit weniger Stress mehr erledigt bekommen, wenn Sie ihren Geist klar fokussieren könnten? Könnte es sein, dass zumindest in manchen Fällen Minderwertigkeitskomplexe eine Rolle dabei spielen, dass Sie abgelenkt werden?

Diese kleine Stimme im Kopf, die Ihnen Dinge zuflüstert – achten Sie mal im Alltag genau darauf. Denn von ihr können Sie viel über Ihr eigenes Selbstwertwergefühl erfahren.

Im Selbstwert Kurs erfahren Sie mehr darüber, wie Sie mit Ihrem inneren Kritiker umgehen – und damit auch eine der Quellen innerer Ablenkung zum Erlöschen bringen können.

{ 0 comments }

Geliebt werden trotz Minderwertigkeitskomplexen?

23.02.2011

Minderwertigkeitskomplexe können verheerende Auswirkungen auf eine Beziehung haben. Ein Beispiel? Stephan liebt Julia. Stephan hat ein geringes Selbstwertgefühl. Das rührt größtenteils daher, dass er sich von seiner Mutter nicht geliebt gefühlt hat. (Was nicht heißt, dass ein geringes Selbstwertgefühl immer daher rührt, dass man sich als Kind von der Mutter ungeliebt gefühlt hat. Es gibt […]

Weiterlesen →